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Mein erster Schultag
Eine Stunde zu früh aufgewacht. Mist. „Wieso bin
ich so nervös? Ich gehe doch nur auf eine neue Schule
...“ Ich wollte auf keinen Fall zu spät kommen,
also machte ich mich fertig. Später, im Auto, kam die
Aufregung mit aller Wucht zurück ... „Wie sind die
Schüler? Wie werden sie mich aufnehmen? Werde ich endlich
besser in der Schule sein?“ Die Ankunft in der Schule
unterbrach meine Gedanken. Ich zitterte. Kälte? Nein.
Nervosität. Schon waren wir am Eingang der PTI, wo wir
von Frau Huber zur Begrüßung in den Empfangsraum
geführt wurden. Hier hatten sich alle Schüler versammelt.
Blicke. Ich musterte die Leute. „Sind hier wohl Schüler
aus meiner zukünftigen Klasse? Keine Ahnung ...“ Ungeduld
mischte sich mich Hilflosigkeit. Uns Neuen wurden die Lehrer
vorgestellt. „Scheinen doch alle ganz nett zu sein“,
erklärte mir eine beruhigende Stimme in meinem Bauch,
wodurch die Hilflosigkeit schlagartig gesenkt wurde. Ein Lehrer
rief die Klassen auf und die neuen Schüler ordneten sich
dementsprechend ein. Meine neue Klassenlehrerin, Frau Reitner,
empfing mich so freundlich, dass mein flaues Gefühl im
Magen schwand. Erleichterung, als ich herausfand, dass meine
neue Klasse mich so nett empfing, dass ein Außenstehender
gedacht hätte, ich wäre schon seit Ewigkeiten auf
der Schule. Nun, wo ich ein halbes Jahr auf der Schule bin,
ist mir klar, dass die ganze Aufregung umsonst war.
Tanja Neumann
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